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    AmtsschimmelAmtsschimmel

    Bildnachweis: Stadtarchiv Heilbronn

    Bildnachweis: Stadtarchiv Heilbronn

    In Bronze gegossen wiehert der Amtsschimmel am (nicht im!) Heilbronner Rathaus. Ihm zur Seite gesellt sich ein Bürokrat, der – wie es sich gehört –  auf einem Aktenberg thront. Die Figurengruppe des Münchner Bildhauers Blasius Spreng ziert seit Oktober 1962 den äußersten Nordostpfeiler des Rathauses und bildet – zusammen mit dem Figurenensemble der „Bacchantinnen“ – den hübsch selbstironischen Abschluss eines umstrittenen Neubaus der Heilbronner Nachkriegszeit.

    Nach der Zerstörung des historischen Rathauses am 4. Dezember 1944 und seinem Wiederaufbau war seit 1954 über eine adäquate Erweiterung diskutiert worden. Als der von Rudolf Gabel entworfene Neubau ab Frühjahr 1959 Gestalt annahm, schwankte die öffentliche Meinung zwischen „zu schlichter, biederer Monotonie“ und „glücklicher Synthese von historischem und modernem Bauwerk“. Die funktionelle, streng gegliederte Architektur sollte von Anfang an durch kleine, heitere Details aufgelockert werden. Dazu gehören neben Amtsschimmel und Bürokrat auch die Natursteinmosaike an den Säulen (insbesondere zum Marktplatz hin) und die Mosaikböden im Innenhof; auch sie stammen von Bildhauer Blasius Spreng. (Fotos: Mathäus Jehle (Stadtarchiv)

    Das Haus der Stadtgeschichte stellt jeden Monat einen außergewöhnlichen Heilbronner „Blickpunkt“ vor, der etwas über die Geschichte der Stadt erzählt. Weitere Einblicke gibt es in der Ausstellung „Heilbronn historisch!“ im Otto Rettenmaier Haus / Haus der Stadtgeschichte und online unter www.stadtarchiv-heilbronn.de.

    Blickpunkte

    Der Amtsschimmel

    Lohtorstraße

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