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    Die hohe naturkundliche Bedeutung des markanten Felsbandes in den Trockenmauer-Weinbergen hoch über dem Stadtteil Klingenberg wurde schon früh erkannt. Die Ausweisung zum Naturdenkmal Felsendiluviale erfolgte bereits 1937.

    Der etwas eigentümlich erscheinende Name des 0,4 ha großen Schutzgebiets nimmt auf den Ablagerungszeitraum der anstehenden Gesteine Bezug: die Eiszeit, die früher auch als Diluvium bezeichnet wurde. Während dieser erdgeschichtlichen Phase hat der Neckar im Heilbronner Becken mächtige Schotterpakete abgelagert. Anschließend hat er sich in seine eigenen, mittlerweile miteinander verbackenen Sedimente eingeschnitten und am Prallhang bei Klingenberg das Felsband herauspräpariert.

    Der exakte Ablagerungszeitraum der Schotter ist nicht bekannt. Er wird aber ähnlich sein wie der der näher untersuchten Schichten im Naturschutzgebiet Frankenbacher Schotter. Diese wurden in einem Zeitfenster von vor 780.000 bis 400.000 Jahren abgelagert.

    Felsen als Lebensraum

    Die besonnten Felsen sind wichtiger Biotop zahlreicher wärmebedürftiger Tier- und Pflanzenarten. So konnten hier 75 verschiedene, teils sehr seltene Wildbienenarten festgestellt werden, die auf Nahrungspflanzen wie Aufrechten Ziest, Natternkopf oder Resede angewiesen sind. Bemerkenswert sind auch die Vorkommen der stark gefährdeten Mauereidechse (Podarcis muralis) sowie des Ameisenlöwen (Euroleon nostras).

    Naturdenkmal

    Felsendiluviale

     

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