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    Historisches Rathaus Heilbronn (gotischer Bau von 1417)

    Zu den markantesten historischen Bauwerken zählt das Rathaus, das Schmuckstück des Heilbronner Marktplatzes. Aus dem 13. Jahrhundert stammt die Nachricht von einem Vorgängerbau, der zur Zeit der Gotik - um 1417 - durch ein repräsentatives Gebäude abgelöst wurde. Unter Einbezug des gotischen Bauwerks wurde das heute zu sehende Renaissance-Rathaus Ende des 16. Jahrhunderts fertig gestellt. Reste des ersten Steinhauses sind an der östlichen Außenwand zu erkennen.

    Die Rathaus-Arkade, unter der schönen, zwischen 1581 und 1583 entstandenen Freitreppe, beherbergt eine 6,50 m lange Steinbank, auf der sich laut Inschrift die Wächter niederlassen konnten. Im Gewölbe des Rathauses, dem heutigen Restaurant „Ratskeller“, lagerten bis Ende des 19. Jahrhunderts Handels- und Kaufmannsgüter.

    Wiederaufgebaut wurde das 1944 zerstörte Gebäude nach historischem Vorbild zwischen 1950 und 1953; der zeitgenössische östliche Anbau wurde zwischen 1959 und 1963 fertig gestellt. Das über der Steinbank in die Wand eingelassene Relief mit dem Motiv „Jesus und die Samariterin“ stammt von der großen Brunnenanlage, die von 1541 bis 1868 mitten in der Kirchbrunnenstraße stand. Beachtenswert sind auch die beiden Prangernischen.

    Rathaus-Ehrenhalle

    Das Rokoko-Gebäude, einst Stadtarchiv, wurde 1765/66 von Johann Christoph Keller gebaut und galt als der schönste Profanbau in Heilbronn. Nach der Zerstörung wurde es vom Architekten Rudolf Gabel zwischen 1959 und 1963 wieder aufgebaut. Zum Gedenken an fast 11.000 Menschen, die in Heilbronn gelebt hatten und im 2. Weltkrieg umkamen, gestaltete der Bildhauer Karl Knappe den Innenraum als Ehrenhalle. Die Rathaus-Ehrenhalle ist während der Öffnungszeiten des Bürgeramtes zugänglich.

    Astronomische Kunstuhr

    Das am meisten fotografierte und bestaunte Kunstwerk in Heilbronn. 1580 von Isaak Habrecht geschaffen, zeigt die astronomische Uhr innen die sieben Wochentage durch Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn. Die Monate erscheinen im mittleren Kreis, vertreten durch zwölf Tierkreiszeichen.

    Im äußeren Kreis zu erkennen:
    Tage, Wochen, Monate in feinen Blattgoldstrichen; über der Zeituhr (Mitte) die Mondphasentafel, darüber die Viertelstundenglocke.

    Die Zeitanzeige erfolgt stündlich mit mechanischem Spiel. Der kunstvoll gestaltete dreiteilige Rahmen der Uhr wurde von Hans Kurz, dem Baumeister des Renaissance-Rathauses gestaltet. Sein Selbstbildnis erscheint über dem Haupteingang.

    Mit dem kunstvollen Mechanismus der Uhr sind verschiedene bewegliche Figuren verbunden. Links und rechts steht je ein Engel, die sich beide kurz vor dem Stundenschlag drehen. Der rechte Engel bläst eine Posaune, während der linke eine Sanduhr dreht und durch Bewegen des Zepters die Glockenschläge zählt. Unter dem Stundenkreis stehen sich zwei vergoldete Widder gegenüber. Sie richten sich bei jedem Stundenschlag etwas auf und stoßen mit den Köpfen zusammen. Der in einer Nische darunter befindliche Hahn kräht von 8 bis 20 Uhr alle vier Stunden. Ein Meisterwerk, wie es Isaak Habrecht nur noch einmal am Straßburger Münster schuf.

    Sehenswürdigkeiten

    Rathaus

    Rathausgasse

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